Bestimmte Hautkrankheiten wie Psoriasis, Ekzem, Allergien oder Pilzinfektionen können schmerzende Brustwarzen verursachen. Dies sind dermatologische Krankheiten, die auch an den Brustwarzen auftreten können und beim Stillen besonders schmerzhaft sind.

  • Psoriasis erkennt man an lachsfarbenen Hautverfärbungen mit silbernen Schuppen. Man kann das Stillen trotzdem fortsetzen, die Brustwarzen können dadurch aber sehr sensibel sein.
  • Ekzem an der Brustwarze zeigt sich durch einen rauen, trockenen und häufig roten Hautausschlag, wie dieser auch an anderen Stellen des Körpers auftreten kann.
  • Eine Kontaktallergie kann entstehen durch die Verwendung bestimmter Brustwarzencremes oder Salben und verursacht ebenfalls einen roten, schmerzenden Hautausschlag.
  • Pilzinfektionen entstehen zum Beispiel durch den Pilz Candida albicans, eine solche Infektion heißt Candidiasis.

Starke, stechende Schmerzen in den Brustwarzen kann auf eine Pilzinfektion oder eine bakterielle Infektion hindeuten

Kamille, Zutat von Mamilla, optimal bei Psoriasis, Pilzinfektionen oder Ekzemen Wenn die Brustwarze nach dem Stillen unverformt, violett oder rot gefärbt oder schuppig ist, Eiter ausscheidet oder Bläschen bildet, kann das auf eine Pilzinfektion (z. B. Candida albicans, Ursache von Soor), eine bakterielle Infektion (z. B. Staphylococcus aureus), eine virale Infektion (z. B. Herpes simplex) oder eine parasitäre Infektion (eher selten) hindeuten.

Ekzem an der Brustwarze, auch Brustwarzenekzem, kann zu Rissbildung führen

Brustwarzenekzem ist eine Hautkrankheit, die als Teil eines atopischen Ekzems angesehen wird und auf der Brustwarze und dem Brustwarzenhof auftritt. Es ist vergleichbar mit Psoriasis, eine Hautkrankheit, die mit trockenen und schuppigen oder eher nässenden Bläschen einhergeht. Diese lösen einen starken Juckreiz aus, wodurch man sich kratzt und Wunden verursacht. Dadurch können Bakterien in die Haut eindringen und Entzündungen entstehen.

Mamilla beim Raynaud-Syndrom (Vasospasmus) an den Brustwarzen beim Stillen

Das Raynaud-Syndrom, auch Vasospasmus genannt, tritt vor allem an den Fingern und/oder Zähen auf. Dabei tritt eine plötzliche Verfärbung durch Einwirkung von Kälte oder bei starken Emotionen auf. Die betroffenen Körperteile werden zunächst weiß, was dadurch verursacht wird, dass die Blut zuführenden Gefäße sich zusammenziehen und das Blut nicht bis zur Haut durchdringen kann. Häufig geht dies einher mit Schmerzen und einem Prickeln.

Sobald das Blut wieder fließt, werden die Finger und Zähen zunächst violett und dann rot. Dabei entsteht ein brennendes Gefühl. Dieses Phänomen kann auch an den Brustwarzen auftreten.

Vasospasmus oder Raynaud-Syndrom an den Brustwarzen beim Stillen

Das Weißwerden der Brustwarzen kann entstehen durch eine verminderte oder unterbrochene Blutzufuhr zur Brustwarze. Sowohl die Unterbrechung als auch die Rückkehr der Durchblutung der Brustwarze gehen bei den meisten Müttern einher mit einem unerträglich heftigen Schmerz. Dieses Phänomen, das beim Stillen auftreten kann, nennt man Vasospasmus oder Raynaud-Syndrom. Ein Vasospasmus erkennt man daran, dass die Brustwarze zunächst weiß wird, später blau und schließlich rot, wenn die Blutgefäße wieder weiter werden.