Die Entwicklung eines natürlichen und biologischen Kosmetikproduktes braucht viel Kreativität, Aufmerksamkeit und Forschung. Genauer gesagt: wenn du, wie bei Amanprana, ein natürliches und sogar essbares Kosmetikprodukt herstellen möchtest. Wir verwenden keine Chemikalien in unseren Produkten. Das ist nicht einfach. Wir erklären dir in diesem Artikel die Herstellung unserer Produkte. Sie enthalten ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe, zum Beispiel Aprikosenkernöl, süßes Mandelöl, Kokosöl, Olivenöl, Weizenkeimöl oder rotes Palmöl. Weiterhin fügen wir essenzielle Öle hinzu. Unsere Inhaltsstoffe werden jeweils gewählt, weil sie die Haut optimal pflegen. Alle Inhaltsstoffe stammen von biologischen Landwirten. Wenn die Öle bei Amanprana ankommen, werden die Rezepte aufgrund der Prinzipien der GPPC (die „gute Produktionspraxis für Kosmetik“) entwickelt. Das fertige Produkt wird immer in eine Flasche aus violettem Glas verpackt. Dieses Glas ist eine perfekte Verpackung für ein Produkt mit überragenden Inhaltsstoffen. Das Produkt bleibt nämlich aufgrund dieser Flasche ausgezeichnet vor Licht geschützt. Das violette Glas ist für das unsichtbare Sonnenlicht durchlässig. Dieses Sonnenlicht aktiviert und konserviert die Ölmoleküle in der Komposition. Das sichtbare Sonnenlicht wird durch violettes Glas fast komplett blockiert. Dieses Sonnenlicht entzieht den essenziellen Ölen nämlich den Duft und die heilsamen Eigenschaften. Aufgrund des Schutzes vor den verkehrten Lichtsorten bleibt die Qualität deines Produktes sehr lange stabil.

Eine lange Haltbarkeit beeinflusst die gesunden Inhaltsstoffe negativ

Wirtschaftlich betrachtet ist folgende Eigenschaft wichtig: Priorität ist die Herstellung eines stabiles kosmetisches Produkt, das langzeitig im Markt vorhanden sein kann – während des Transportes und in den Geschäften – um schließlich gesund und wohl durch den Konsumenten empfangen zu werden und dort eventuell auch noch lange haltbar zu bleiben.

Haltbarkeit Produkte Die Designer und Hersteller biologischer Kosmetik machen mit ihren Produkten ein kräftiges Statement: nämlich die Weigerung, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das der Umwelt und den Menschen schaden kann. Findest du das selbstverständlich? Das sollte so sein. Leider ist das heutige Angebot im Bereich Kosmetik alles andere als sicher in der Verwendung. In den meisten Kosmetikprodukten befinden sich jede Menge chemisch fabrizierte Schadstoffe: Silikone, Parabene, Farbstoffe, Phthalate und sogar Formaldehyd. Das sind nur einige Inhaltsstoffe, die du besser vermeiden kannst. Die Herstellung der ersten kosmetischen Zusammenstellungen hatte zweifellos ein nobles Streben: nämlich Produkte herstellen, die hygienisch waren und dies, nach dem Transport und nach einer bestimmten Zeit im Geschäft, auch blieben. Letztendlich wurde diese Absicht aber durch alle Hersteller übertrieben. Das führt jetzt zu der Anomalie, dass sich im Jahre 2013, in sowohl Kosmetik, als auch in Nahrung, mehr Chemikalien als biologische und natürliche Chemie befinden. Diese Chemikalien haben häufig Namen, die niemand aussprechen kann und die in weitester Hinsicht nicht mehr mit den natürlichen (chemischen) Stoffen aus Mutter Natur verwandt sind, während sie früher daraus abgeleitet wurden.

Die moderne Bildkultur ist auch nicht unbedingt förderlich für unsere Nahrung und Pflegeprodukte: ein Produkt muss schön aussehen und angenehm für die Augen und den Köperkontakt sein. Erst dann finden wir, BildKultur-Anhänger, ein Produkt gut und möchten wir es kaufen. Diese Konditionierung hat zu der heutigen Reihe an Zusatzstoffen geführt: Farb-, Duft- und Geschmacksstoffe, Bleichmittel, anti-Schaum Stoffe und anti-statische Stoffe, Treibgas, Bindemittel für die Regulierung der Dichte und Flüssigkeit oder Bindemittel für die Form (Gel, Creme,…), Destillate, Silikone, Füllmittel, Sonnenfilter und Stabilisatoren. Der eigentliche Grund für diese chemischen Eingriffe – eine Verteidigung gegen Mikroorganismen entwickeln – hat sich allmählich von einem konkreten Ziel zu einer diffusen Idee geändert: Schönheit auf alle Kosten, auch auf unsere eigenen Kosten. Natürlich gibt es dann auch kein Ende der Mittel, die das Ziel erreichen können.

Chemikalien in Kosmetik

Amanprana bietet bereits eine Gegenbewegung für die scheinbar unendliche Verwendung von Chemikalien in Kosmetik. Amanprana entwickelt Produkte, die ohne jeglichen unsauberen Chemiemüll hergestellt sind. Du kannst diese Produkte sogar essen. Kommt der Widerstand dann nur von der biologischen Industrie? Nein, sondern ganz zögernd und langsam auch von der europäischen Regierung: im Jahre 1996 verabschiedete die europäische Regierung eine Verordnung, die alle chemischen Stoffe mit einer Wirkung (gut oder schlecht) auf den Menschen und die Umwelt registriert. Diese Verordnung ist unabhängig von der Industrie, in der sie verwendet wird (REACH, Regulation (EC) Nr. 1907/2006). Die aktuellste europäische Richtlinie, speziell für Kosmetik, stammt aus dem Jahre 2009 ( (EC) Nr. 1223/2009 mit einer Änderung vom 11-7-2013 mit dem Titel „die neue Kosmetikrichtlinie“‘) und die Liste in einer der Anhänge mit den verbotenen chemischen Stoffen in Kosmetik. Neben den verbotenen chemischen Stoffen findest du in diesen Anhängern auch Listen der Stoffe, die nur in bestimmten Mengen und unter bestimmten Bedingungen vorkommen dürfen. Weiterhin gibt es Listen der (erlaubten) Farbstoffen, UV-Filtern und Konservierungsmitteln. Ein gesonderter Artikel in der neuen Kosmetikrichtlinie behandelt die CMR-Stoffe. CMR bedeutet karzinogen, (krebserzeugend), mutagen und reproduktiv (giftig für die Fortpflanzung). Jedes in Europa produziertes Produkt muss vor der Einführung auf den Markt über eine Anmeldeakte bei der Europäischen Kommission angemeldet werden (beim CPNP-Portal). Diese Akte vermeldet den Namen des Produktes, die Produktkategorie (zum Beispiel Creme oder Lotion, …), das Herkunftsland und die europäischen Mitgliedsländer, in denen das Produkt verhandelt wird. Ebenfalls werden die Daten des ersten verantwortlichen Ansprechpartners beim Produzenten vermeldet. Diese Person ist verpflichtet, eine vollständige Akte mit Informationen über das Produkt zur Verfügung zu stellen. Die Anmeldeakte muss seit jüngster Zeit auch angeben, ob und welche Nano-Materialen im Produkt verwendet werden. Nano-Materialen kommen momentan hauptsächlich in Kosmetik für Sonnenschutz, anti-Alterung und in Lippenstiften vor. Auf der Liste – weitere Informationen darüber im folgenden Text – muss seit dem 11-07-2013 die Beschreibung „Nano“ neben dem Inhaltsstoff stehen. Das Ziel dieser Anmeldeakte ist, Informationen über die auf dem europäischen Markt verfügbare Kosmetikprodukte zur Verfügung zu stellen. Das CPNP-Portal steht nationalen Vergiftungszentren zur Verfügung, damit sie im Notfall schnell Informationen über ein Produkt erhalten können und bei einer akuten Vergiftung zielgerichtet handeln können.

Kein einziger riskanter Stoff in deiner Kosmetik

Kosmetik-Konsumenten können sich mit Informationen auf dem Etikett des Produktes über Chemikalien und natürliche chemische Inhaltsstoffe in Kosmetik informieren. Im Streben nach mehr Deutlichkeit verpflichtet Europa die Kosmetikproduzenten, alle Inhaltsstoffe auf dem Etikett aufgrund der INCI-Regeln zu vermelden.

INCI bedeutet Internationale Nomenklatur für Kosmetische Inhaltsstoffe und ist eine Liste mit international vereinbarten Namen. Die Produzenten müssen aufgrund der INCI-Liste alle Inhaltsstoffe in ihrem Produkt auf dem Etikett vermelden. Man könnte also behaupten, dass wenn ein Inhaltsstoff nicht auf der INCI-Liste steht, es auch nicht im Produkt vorkommen darf. Wo findest du die INCI-Inhaltsstoffe auf deinem Produkt? Nach dem Wort „ingredients“ auf dem Etikett. Danach kommt eine Liste aller Inhaltsstoffe des Produktes, sogar in einer bestimmten Reihenfolge: nämlich von den größten bis zu den geringsten Mengen der Inhaltsstoffe. Auf diese Weise kannst Du auch sofort erraten, welche Inhaltsstoffe in den größten Mengen in deinem Produkt vorkommt (raten, denn die Prozentsätze werden meistens nicht vermeldet, es sei denn du kaufst Amanprana Tagesöl, Körperöl, Shangri-La, Razoli oder Alana – dort siehst du, neben den INCI-Inhaltsstoffen, auch noch die Prozentsätze auf der Verpackung oder dem Etikett!).

Die europäische Verordnung mit der Liste (2006/257/EC) vermeldet per Inhaltsstoff auch jeweils eine CAS-Nummer. Diese CAS-Nummer ist eine einheitliche Identifizierung für chemische Elemente, Komponente, Polymere und Legierungen. Die CAS-Registry in den USA ist eine der größten Datenbanken weltweit mit Informationen über mehr als 50 Millionen chemische Verbindungen. Für eine Vorstellung über die Dimension chemischer Verbindungen: täglich werden der CAS-Datenbank mehr als 4000 neue chemische Verbindungen zugefügt! Positiv an diesem CAS-System ist die weltweite Akzeptanz als allgemeines Kodierungssystem. Jedermann kann aufgrund der zehn Ziffern eindeutig bestimmen, welche chemischen Verbindungen verwendet werden. Ebenfalls können diese Verbindungen in der Kommunikation über Inhaltsstoffe (zum Beispiel zwischen Herstellern und Produzenten) deutlich beschrieben werden.

Alle erlaubten Kosmetik-Inhaltsstoffe stehen auf der europäischen Liste

Du kannst mit der INCI-Liste sofort kontrollieren, ob dein Produkt Chemikalien enthält. Als ersten und wichtigsten Schritt kannst du die Inhaltsstoffe in der europäischen INCI-Liste suchen. Dann bist du dir sicher, ob sich keine verbotenen Produkte in den Zutaten befinden. Leider unterscheidet die INCI-Liste nicht, ob die Inhaltsstoffe chemisch hergestellt sind oder aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Zum Beispiel steht Bisphenylhexamethicone (ein komplett chemisches Produkt) auf der gleichen Liste als der Extrakt von Borago officinalis (das direkt aus der Natur kommt) vermeldet. Ein Amateur ohne Chemie-Ausbildung kann nicht gut mit dem vielen Stoffen mit schwierigen Namen umgehen. Ebenfalls bietet die INCI-Liste keine Bewertung der Stoffe. Man teilt dir also nicht mit, ob dieser Stoff eine positive oder negative Wirkung für dich hat. Okay, aufgrund der INCI-Liste kannst du auf jeden Fall anfangen, dein Produkt zu entziffern. Du erhältst dabei Hilfe aus der Umgebung der Behörden durch Informationen von Menschen, die dich bezüglich bestimmter Themengebiete beraten, während die Behörden selber diese Informationen nicht mitteilen. Amanprana versucht auf jeden Fall, dich komplett und richtig zu informieren.

Fünf vor zwölf für Kosmetikprodukte

Bezüglich der Sicherheit ist es fünf vor zwölf für Kosmetikprodukte. Für Konsumenten ist vieles noch undeutlich und die Informationen stehen noch kaum zur Verfügung. Scheinbar werden wir durch die erwartete Wirkung bei der Verwendung eines vielversprechenden Kosmetikproduktes blind für den Schaden, der durch bestimmte Produkte an unserer Haut und damit auch an der Umwelt verursacht wird. Die Voraussicht, eine gleichmäßige und seidensanfte Haut oder Oberschenkel, bei denen man nicht sofort an eine Orangenhaut denkt, zu erhalten, ist natürlich sehr vielversprechend. In der Gesellschaft werden ebenfalls vergleichbare Erwartungen erzeugt: dort wird eine XS-Kleidungsgröße und ein 100% einwandfreies Idealbild propagiert. Wenn man konsequent weiter denkt, ist es aufgrund dieser Erwartungen praktisch unmöglich, um annähernd älter als zwölf Jahre zu werden. Wenn man die höhere Lebenserwartung (momentan ungefähr 70 Jahre) einkalkuliert, müsste der Mensch eigentlich wenigstens 60 Jahre nicht altern. Das ist ein sehr, sehr langer Zeitraum. Darum hat das Versprechen der Kosmetikprodukte so viel Verkaufserfolg. „Wir leben in einer Erwartungs-gesellschaft und das Versprechen über die erwartete Leistung eines Produktes gewinnt es von der (vorläufigen) unsicheren und unbewiesenen Leistung“, behauptet Professor Micael Dahlén in seinem Buch Nextopia. Weiterhin wird der Konsument heutzutage komplett durch ein unglaublich breites Angebot überwältigt. Die Versprechen, mit denen die Marken einen Vorsprung auf ihre Konkurrenten erhoffen, wirken wie eine ewigwährender Teufelskreis: der Konsument erwartet auch eine immer größere Effektivität eines Produktes. Kein Wunder, dass Innovationen im Bereich der Kosmetik ein Dauerthema sind. Leider ist „Innovation“ heutzutage meistens ein Grund, viel zu viele Chemikalien zu verwenden. Innovation könnte genauso gut bedeuten, dass man nach einer natürlichen Alternative sucht. Amanprana bietet diese Alternative bereits.

Text: Farida O’Seery